Neuigkeiten

Informationen zur fünften qualitativen und vierten quantitativen Erhebungswelle

01. Juli 2021

Nach Abschluss der fünften qualitativen und vierten quantitativen Erhebungswelle von "Wege in die Zukunft", freuen wir uns neue Informationen präsentieren zu dürfen. In der fünften qualitativen Welle war der Schwerpunkt „soziale Ungleichheit durch Corona“ und in der vierten quantitativen Welle waren es „politische Partizipation“, analog zum Thema der vierten qualitativen Welle. Die wichtigsten Daten und Fakten können zusammengefasst HIER nachgelesen werden.

VIERTE QUANTITATIVE ERHEBUNG

4. Online-Befragungswelle abgeschlossen

01. Juni 2021

Start der 4. Online-Befragungswelle

Die vierte quantitative Erhebungswelle war von 01. März 2021 bis 31. Mai 2021 online verfügbar und ist nun geschlossen. Es konnten 674 Teilnehmer*innen das erste Modul und insgesamt 603 Teilnehmer*innen beide Module vollständig ausfüllen. Wir dürfen uns vielmals für die zahlreiche Teilnahme bedanken! Unter allen Teilnehmer*innen, die beide Module vollständig ausgefüllt haben, werden in den nächsten Tagen die Gewinner*innen der Verlosung ermittelt.

QUANTITATIVE BEFRAGUNG 2021

Start der 4. Online-Befragungswelle

01. März 2021

Start der 4. Online-Befragungswelle

Heute startet die 4. Befragungswelle von "Wege in die Zukunft 2021". Diesmal ist unser Schwerpunktthema "Politik" - in 2 Modulen wollen wir mehr über das politische Interesse und Engagement der Jugendlichen in Wien herausfinden.

Die Welle läuft noch bis 31.05.2021. Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, freuen uns wie immer über Feedback und wünschen allen Teilnehmer*innen viel Spaß beim Ausfüllen des Fragebogens und viel Glück bei der Verlosung der diesjährigen Preise!

Neuerscheinung

Wege in die Zukunft - Lebenssituationen Jugendlicher am Ende der Neuen Mittelschule

2020 | Flecker / Wöhrer / Rieder | Vienna University Press

01. September 2020

Neuerscheinung zu Wege in die Zukunft - Lebenssituationen Jugendlicher am Ende der Neuen Mittelschule

Die neuen Beobachtungen aus dem Projekt "Wege in die Zukunft" wurden veröffentlicht. Spannende Eindrücke und zahlreiche Darstellungen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen die Präsentation unterschiedlicher Blickwinkel.

Der Übergang von der Schule in den Beruf bzw. in weiterführende Schulen gehört zu den wichtigsten Phasen im Lebenslauf junger Menschen. Dieser Band zeigt, welche Ziele die Jugendlichen verfolgen, wie sie durch sozioökonomische Faktoren (Klasse, Gender, Ethnizität bzw. Migrationsgeschichte) geprägt werden, inwiefern sie von ihren Familien Unterstützung erfahren und wie sie mit Übergangen in andere Schulen oder die Berufsausbildung und mit verschiedenen Unterstützungsangeboten umgehen.

Die Publikation kann HIER erworben werden.

QUANTITATIVE BEFRAGUNG 2020

3. Online-Befragungswelle abgeschlossen

15. Juni 2020

Informationsfolder zu Wege in die Zukunft 2020

Von März bis Mai 2020 fand unsere 3. Online-Befragung über das Leben von Jugendlichen in Wien statt. Wir danken allen, die unserer Einladung gefolgt sind und besonders den 591 Personen, die den gesamten Fragebogen ausgefüllt haben! Wir freuen uns wie immer über das viele Feedback am Ende des Fragebogens. Wir gratulieren außerdem den Gewinnerinnen und Gewinnern der Preisverlosung!

Nächstes Jahr geht es weiter. Zur Umfrage „Wege in die Zukunft 2021“ werden wir wieder alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Befragungen einladen. Alle, die sich bereit erklärt haben, mitzumachen, sind Teil unseres Projekts.

Studienergebnisse

Ungleichheit im Alltag und schulische Probleme hängen zusammen

9. März 2020

Welche Faktoren führen dazu, dass man sich in der Schule ausgegrenzt fühlt? Ist es vielleicht Religion, Nationalität oder das fehlende Geld zuhause? Mit dieser Frage hat sich der Soziologe Ralph Chan in seiner Masterarbeit beschäftigt. Dafür hat er sich mit den allerersten Daten aus der sogenannten „Pilotphase“ von Wege in die Zukunft befasst, also mit Interviews, die vor dem eigentlichen Beginn des Projektes durchgeführt wurden.

Ralph Chan
Ralph Chan

Interessant war die Forschung deswegen, weil die Jugendlichen von ihrem persönlichen Alltag und ihren Erfahrungen erzählt haben. Ein wichtiges Ergebnis war, dass das familiäre und soziale Umfeld eine bedeutende Rolle bei Ungleichheit in der Schule spielt. Wer in einem Umfeld voll von Problemen (z.B. streitende Eltern, Gewalterfahrungen, schlechte Wohnverhältnisse oder finanzielle Probleme) aufwächst, nimmt diese Hindernisse auch mit in die Schule. Man hat vielleicht dadurch vermehrt Konflikte mit Lehrer*innen, Schulkolleg*innen, hat schlechtere Noten, oder ist vielleicht mit Mobbing konfrontiert. Auch die eigene Herkunft oder Religion können Probleme darstellen.

Angeregt von diesen Forschungsergebnissen und den dazu geführten Diskussionen hat sich Chan dazu entschlossen, weiter zu forschen. Für seine Doktorarbeit interessiert ihn die Frage, welche Faktoren eine Rolle dabei spielen, ob sich Jugendliche nach der 4. Klasse NMS für eine Lehre, weiterführende Schule oder Arbeit entscheiden.

Ralph Chans komplette Masterarbeit ist HIER zu finden.

Policy Brief

Mehrsprachigkeit ist kein Defizit

19. Februar 2020

„Wege in die Zukunft“ hat ein Papier über Bildungsziele und Sprachkompetenzen bei Schüler/innen der Neuen Mittelschule in Wien erstellt.

Geringe Deutschkenntnisse von Schüler/innen „mit Migrationshintergrund“ werden häufig als ein Problem für die Bildungspolitik gesehen. Doch sind daran andere Sprachen schuld? Und ist es sinnvoll, Schüler/innen in separate Schulklassen zu trennen, je nachdem wie gut sie Deutsch können?

Erzählungen von Jugendlichen bei „Wege in die Zukunft“ zeigen, dass man in gemischten Schulklassen oft bessere Möglichkeiten hat, Deutsch zu lernen und zu sprechen, wenn man neu in Wien ist. Oft findet man in der Klasse jemanden, der oder die die gleiche Muttersprache hat, aber schon länger hier ist und helfen kann.

In offiziellen Dokumenten wie dem Integrationsbericht werden Schüler/innen eingeteilt, je nachdem ob sie zuhause Deutsch oder eine andere Umgangssprache haben. Dies hinterlässt den Eindruck, dass jene, die nur Deutsch zuhause sprechen, immer im Vorteil sind.

In Realität verwenden mehrsprachige Jugendliche auch zuhause oft verschiedene Sprachen (darunter auch Deutsch). In welchen Situationen und mit welchen Personen sie welche Sprache sprechen, verändert sich mit der Zeit.

Probleme in der Schule sollte man nicht auf die „Muttersprache“ schieben. In Freundschaften und im Leben außerhalb der Schule ist Mehrsprachigkeit in der Regel eine Stärke. Die eigenen Kompetenzen und die eigene Identität zu schätzen kann Jugendlichen helfen, auch Schwierigkeiten in der Schule besser anzugehen.

Studienergebnisse

WEN MAN KENNT bestimmt WAS MAN LERNEN WILL

1. Dezember 2019

Nach der NMS: Schule, Lehre oder möglichst bald arbeiten? Die Soziologin Soňa Peközová forscht, wie es zu ungleichen Chancen im Bildungssystem kommt. Für ihre Masterarbeit wollte sie wissen, was Jugendliche am meisten beeinflusst, wenn sie ihren Ausbildungsweg nach der NMS auswählen. Dazu hat sie die Ergebnisse der 1. Online-Befragung von „Wege in die Zukunft“ untersucht.

Soňa Peközová auf der soziologischen Nachwuchswoche 2019
Soňa Peközová auf der soziologischen Nachwuchswoche 2019

Soňa Peközová überprüft unter anderem eine Theorie des Soziologen Pierre Bourdieu. Für eine erfolgreiche Zukunft sind laut Bourdieu verschiedene Arten von „Kapital“ wichtig. Geld ist „ökonomisches Kapital“ – wenn man zu wenig davon hat, kann man sich gewisse Vorteile schwerer verschaffen: z.B. ein eigenes Zimmer, einen eigenen Computer oder Nachhilfe. „Kulturelles Kapital“ ist Schulbildung, aber vor allem auch Wissen und Fähigkeiten, die Eltern ihren Kindern auf den Weg geben. Das „soziale Kapital“ ist das Netzwerk an Beziehungen und Kontakten, die man hat: Familie, Freunde und Freundinnen, Bekannte oder Kollegen und Kolleginnen.

Soňa Peközová hat nun näher untersucht, wie wichtig diese einzelnen „Kapitalsorten“ für die Schulnoten und die Wahl der weiteren Ausbildung nach der NMS sind. Ihre Forschung zeigt, dass das ökonomische Kapital (die Ausstattung zuhause) und das kulturelle Kapital (Bildung der Eltern, Theater- und Museumsbesuche) dabei helfen können, dass Jugendliche bessere Noten erreichen. Es hat sich aber auch herausgestellt, dass diese Bedingungen nicht so viel Einfluss darauf haben, welche weitere Ausbildung sich die Jugendlichen am Ende der NMS wünschen! Hier hat das soziale Kapital einen wichtigeren Einfluss: Wer verschiedene Verwandte oder Bekannte in angesehenen Berufen hat, der oder die möchte auch selbst eher eine höhere Ausbildung machen.

Dieses Ergebnis könnte man so verstehen: Ein großes Netzwerk an Kontakten, in dem es auch Personen gibt, die eine gute Ausbildung gemacht haben, kann inspirieren und motivierend sein. Somit ist nicht nur die Unterstützung wichtig, die Jugendliche bekommen, um gute Schulleistungen erbringen zu können (z.B. Nachhilfe, Deutschkurse, usw.). Wichtig ist auch, viele verschiedene Personen kennen zu lernen. Denn dies hat einen Einfluss auf die eigenen Ziele und Entscheidungen!

Soňa Peközovás komplette Masterarbeit ist HIER zu finden.

QUANTITATIVE BEFRAGUNG 2019

2. Online-Befragungswelle abgeschlossen

1. Juli 2019

Von Februar bis Juni 2019 fand unsere 2. große Online-Befragung über das Leben von Jugendlichen in Wien statt. Wir danken allen, die unserer Einladung gefolgt sind und besonders den 679 Personen, die alle 3 Teile des Fragebogens gemacht haben! Wir freuen uns über das viele Feedback am Ende des Fragebogens. Wir gratulieren außerdem den Gewinnerinnen und Gewinnern der Preisverlosung.

Nächstes Jahr geht es weiter! Zur Umfrage „Wege in die Zukunft 2020“ werden wir wieder alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Befragungen einladen. Alle, die sich bereit erklärt haben, mitzumachen, sind Teil unseres Projekts.

„Wege in die Zukunft” ist ein Forschungsprojekt der Universität Wien, Institut für Soziologie in Kooperation mit: